Glossar

Edukatives Kontinuum

Mit edukativem Kontinuum wird die Abfolge von Bildungselementen bezeichnet, die verschiedene Bildungsmassnahmen über einen längeren Zeitraum über verschiedene Bildungsstufen hinweg koordiniert, so dass sie – logisch aufeinander aufbauend – den Erwerb komplexer Inhalte unterstützen.

Führerscheinkategorien

Verschiedene Führerscheine berechtigen jeweils zum Führen einer oder mehrerer Fahrzeugkategorien. Auf der Website führerausweise.ch der asa (Vereinigung der Strassenverkehrsämter der Schweiz) sind die verschiedenen Führerscheinkategorien im Detail beschrieben.

Immaterielle und materielle Kosten von Unfällen

Neben den direkten und indirekten Realkosten (Sachschaden, Heilungskosten, Produktionsausfall, Wiederbesetzungskosten, Polizei- und Rechtsfolgekosten usw.) entstehen bei Unfällen für die Opfer auch sogenannte immaterielle Kosten. Zu erwähnen sind beispielsweise Schock, Leid, Schmerz, Verlust an Lebensfreude sowie entgangener Nutzen aus nicht mehr erreichbaren Konsummöglichkeiten.

Kompetenz

Nach dem Pädagogen Franz E. Weinert umfassen Kompetenzen Fähigkeiten, Fertigkeiten und Wissen, aber auch Bereitschaften, Haltungen und Einstellungen, über die Lernende verfügen müssen, um neuen Anforderungssituationen gewachsen zu sein.

Kompetenzaufbau

Der Aufbau einer Kompetenz erfolgt in aufeinander aufbauenden Stufen. In der vorgängigen Kompetenzstufe erworbene Fähigkeiten / Fertigkeiten und Themen / Kenntnisse sind die Grundlage für die nachfolgende Kompetenzstufe. Der Aufbau einer Kompetenz kann verschiedenen Entwicklungsrichtungen folgen und sich über längere Zeit erstrecken.

Kompetenzorientierung

Mit Kompetenzorientierung wird in Anlehnung an den Lehrplan 21 signalisiert, dass ein Lernprozess nicht bereits erfüllt ist, wenn der im Lehrplan aufgelistete Stoff im Unterricht behandelt wurde, sondern erst dann, wenn die Kinder und Jugendlichen über das nötige Wissen und die nötigen Fähigkeiten verfügen und diese auch anwenden können.

Kompetenzstufen

Kompetenzstufen sind Etappen des Kompetenzaufbaus. Sie bauen aufeinander auf. Die Anzahl der Kompetenzstufen ist variabel. Der Anspruch an die Inhalte einer Kompetenzstufe soll so definiert sein, dass die Mehrheit der Altersgruppe den Anspruch erfüllen kann.

Letalität

Mass für die Gefährlichkeit von Unfällen bzw. die Wahrscheinlichkeit, dass eine unfallbedingte Verletzung tödlich endet. Meistens wird sie als Anzahl Todesfälle pro 10’000 Verletzte angegeben.

Mobilitätsform

Mit Mobilitätsformen werden die verschiedenen Fortbewegungsarten bezeichnet, die es einer Person erlauben, sich zu Fuss oder auf Rädern, mit oder ohne Unterstützung eines Motors fortzubewegen.

Nichtberufsunfälle NBU

Die Nichtberufsunfall-Versicherung deckt die finanziellen Folgen von Unfällen, die nicht am Arbeitsplatz geschehen. Alle in der Schweiz beschäftigten Arbeitnehmenden sind obligatorisch gegen Freizeitunfälle inklusive Arbeitsweg versichert, falls sie mindestens 8 Stunden pro Woche beim selben Arbeitgeber tätig sind.

Polizeiliche Unfallstatistik

Bei einem Verkehrsunfall mit Sachschaden kann die Polizei den Zuwiderhandelnden mit einem vollständigen Unfallrapport oder mit einem Anzeigerapport verzeigen. Nur die vollständigen Unfallrapporte enthalten ein Unfallprotokoll. Aus den dort aufgenommenen Daten generiert das Bundesamt für Strassen ASTRA die Eidgenössische Unfall-Statistik. Unter anderem enthält das Unfallprotokoll bis zu drei Unfallursachen, welche die Polizei vor Ort aus einer umfassenden Liste als mögliche verursachende Faktoren den Unfallbeteiligten zuweist.

Risikokompetenz

Risikokompetenz ist die Fähigkeit sich in Anbetracht einer gegebenen (Anforderungs-)Situation und den persönlichen Möglichkeiten sicherheitsorientiert zu verhalten. Sie beinhaltet 4 Teilaspekte: Wahrnehmung, Beurteilung, Entscheidung und Handlung.

Schwere Personenschäden

Mit schwere Personenschäden (schwer Verunfallte) wird die Summe der Schwerverletzten und Getöteten bezeichnet. Als schwerverletzt gilt eine Person, wenn ein durch die Verletzung bedingter Ausfall von mehr als 3 Monaten besteht oder eine Invalidenrente begründet wird.

SINUS-Report

Im jährlich erscheinenden SINUS-Report wird das Sicherheitsniveau und Unfallgeschehen im Strassenverkehr anhand kommentierter Daten und Diagrammen differenziert dargestellt. Er wird von der bfu – Beratungsstelle für Unfallverhütung verfasst und herausgegeben.

Strassenverkehrsgesetz SVG

Dieses Gesetz ordnet den Verkehr auf den öffentlichen Strassen sowie die Haftung und die Versicherung für Schäden, die durch Motorfahrzeuge, Fahrräder oder fahrzeugähnliche Geräte FäG verursacht werden. Die Verkehrsregeln (Art. 26–57a) gelten für die Führer von Motorfahrzeugen und die Radfahrer auf allen dem öffentlichen Verkehr dienenden Strassen; für die übrigen Strassenbenützer nur auf den für Motorfahrzeuge oder Fahrräder ganz oder beschränkt offenen Strassen.
Details werden in der Verkehrsregelnverordnung VRV resp. Verkehrszulassungsverordnung VZV geregelt (siehe unten).

Verhaltensprävention

Massnahmen zur Verhaltensprävention beeinflussen das Verhalten eines Individuums, indem sie auf persönliche Faktoren des Individuums wie Einstellungen, Wissen, Risikokompetenz usw. einwirken.
Beispiele: Kampagnen, Schulung, Ausbildung

Verhältnisprävention

Die Verhältnisprävention beeinflusst das Risiko einer Handlung, indem auf ihre Rahmenbedingungen eingewirkt wird und dadurch die persönlichen Wahlmöglichkeiten im Verhalten weitgehend ausgeschaltet werden.
Beispiele: gesetzliche Regelungen, bauliche und gesellschaftliche Umfeldmassnahmen, Anreize (z. B. der Versicherungen), soziale Normen, Verbesserung des Tragkomforts von Schutzprodukten usw.

Verkehrsbildung

Mit Verkehrsbildung wird die Gesamtheit aller Bildungsmassnahmen bezeichnet, die eine sichere, dem jeweiligen Zweck angepasste, ökonomische und ökologische Variablen einbeziehende Nutzung der verschiedenen Mobilitätsformen zum Ziel hat. Sie erstreckt sich vom Kleinkind bis zu älteren Verkehrsteilnehmenden.

Verkehrsinstruktion

Mit Verkehrsinstruktion wird ein Bildungsangebot der Polizei benannt: erfahrene Polizisten, mehrheitlich mit einer Spezialausbildung zum Fachlehrer für Verkehr, vermitteln grundlegendes Wissen zum Verkehrsverhalten an Kinder, Jugendliche und Erwachsene jeden Alters.

Verkehrsregelnverordnung VRV

Diese Verordnung enthält die Regeln für den Fahrverkehr auf öffentlichen Strassen sowie die Regeln für den übrigen Verkehr auf öffentlichen Strassen (Fussgänger, Benützer von fahrzeugähnlichen Geräten, Reiter/Tiere). Ausserdem regelt diese Verordnung das Verhalten bei Unfällen, die Verwendung der Fahrzeuge (z.B. Betriebssicherheit), das Sonntags- und Nachtfahrverbot, die sportlichen Veranstaltungen auf öffentlichen Strassen sowie die Strafen bei Verletzung von Vorschriften dieser Verordnung..

Verkehrszulassungsverordnung VZV

Diese Verordnung regelt die Zulassung von Fahrzeugführern und Fahrzeugen zum Strassenverkehr, die Aus- und Weiterbildung der Fahrzeugführer sowie die Anforderungen an die Verkehrsexperten.

Verordnung technische Anforderungen Strassenfahrzeuge VTS

Diese Verordnung enthält für Fahrzeuge, die dem Strassenverkehrsgesetz SVG (siehe oben) unterstehen:

  • die technischen Anforderungen, soweit die Fahrzeuge nicht in den Geltungsbereich dreier anderer Verordnungen fallen (TAFV 1, TAFV 2, TAFV 3)
  • die Kriterien für die Fahrzeugeinteilung
  • die Bestimmungen über die Fahrzeugprüfungen